Interessantes über Champagner

Veuve Clicquot und anderer Champagner gehört zu den teuersten und hochwertigsten Getränken weltweit. Kein Wunder. Champagner wird immerhin aus drei Rebsorten gewonnen. Darunter sind mit der Pinot Noir (Spätburgunder) und Pinot Meunier (Müllerrebe oder Schwarzrieslin) zwei rote Sorten und mit Chardonnay eine weiße Sorte. Am meisten begehrt sind Chardonnay und Pinot Noir. Zugelassen sind noch weitere Sorten. Allerdings sind diese im 19. Jahrhundert mit der Reblaus Krise in der Produktion so gut wie verschwunden.

Sogar weißer Champagner wird mindestens zu einem Teil aus roten Trauben hergestellt. Ein solcher weißer Champagner aus roten Weintrauben heißt „Blac de Noir“. Wiederum werden reine Chardonnay-Champagner als „Blanc de Blanc“ bezeichnet.

Wie entsteht im Champagner die Kohlensäure? 

Bevor die Champagner degorgiert werden, lagern die Getränke noch mehrere Monate in den Rüttelpulten der Hersteller auf der Hefe. Beim Degorgieren wird die Hefe von dem Hals der Flasche entfernt. Solange sich die Flaschen in den Rüttelpulten befinden, werden diese gerüttelt und gedreht.

Damit der Wein schäumt, ist eine weitere Gärung notwendig. Dafür muss dem Wein Hefe und Saccharose, also Zucker, zugeführt werden. Dies heißt Fülldosage. Hiernach werden die Flaschen mit den Kronkorken verschlossen. Die Flaschen kommen kopfüber in den „Rüttelpult“. Sobald die zweite Gärung beendet ist, ist der Champagner um ca. 1,5 % vol. Alkohol reicher als im einstigen Zustand.

Die zweite Gärung hat eine Dauer von mehreren Wochen. Hiernach geschieht für jahrgangslose Champagner die Lagerung auf der toten Hefe für eine Mindestdauer von 15 Monaten. Auch mehrere Jahre sind möglich. Die abgestorbene Hefe führt dabei einen enzymatischen Zersetzungsprozess durch. Damit bekommt der Champagner ein hefiges, brotartiges oder nussiges Aroma. Die bei der Gärung entstandene Kohlensäure führt dazu, dass die Perlage feinperlig auftritt.

Das Besondere an Champagner

In der Champagne ist ein spezieller Boden vorzufinden. Die sogenannten Kreideböden sind sehr reich an Kreide. Über diese bekommt der Champagner seine bekannte Finesse. Eine ähnliche Bodenformation wurde in Südengland gefunden. Folgend wurden hier Weinreben angepflanzt. Seitdem werden in der Region in traditionellen Verfahren Schaumweine hergestellt.

Weiterhin ist Champagner besonders durch die lange Lagerung der Hefe. Das Getränk bekommt damit sein typisches Aroma. Mindestens 15 Monate müssen jahrgangslose Champagner auf der Hefe lagern. Erst dann sind diese verkaufsfertig. Zum Teil lagern jahrgangslose Champagner mehrere Jahre.

Was treibt den Champagner-Preis in die Höhe? 

Gleich mehrere Ursachen führen dazu, dass Champagner ein teurer Schaumwein ist. Ein Grund ist der Rohstoff. In vielen Ländern- und Weinanbaugebieten weltweit werden Weintrauben günstig verkauft. Teils kosten die Trauben weniger als 1,00 € je Kilogramm. Bezogen auf den Most sind das 0,30 Cent bis ca. 1,00 € pro Liter. In der Champagne kostet das Kilogramm hingegen momentan 5,00 bis 6,50 €.

Teuer wird das Getränk zudem durch die Kelterung. Damit die Qualität hoch wird, dürfen maximal 63,75 Liter Most aus 100 kg Trauben gepresst oder auf anderen Wegen hinaus gedrückt werden. So können 51 Hektoliter Most aus einer Pressfunktion mit 8 Tonnen Weintrauben gewonnen werden. Auch wirkt sich die Erntemenge auf den Preis aus. Jedes Jahr wird festgelegt, wie viel kg je Hektar geerntet werden können.

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